Fachinformationen
Hautschutz
Die menschliche Haut ist das größte Organ. Sie umfasst fast 2 m² und besteht aus drei Schichten – Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut.
Sie erfüllt Schutz-, Temperaturregulierungs-, Sinnes- und Synthesefunktionen, wobei sie vor Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung und Krankheitserregern schützt, Schweiß produziert, Vitamin D bildet und Berührungen, Schmerz sowie Temperatur wahrnimmt. Sie erneuert sich ständig, wobei die Oberhaut monatlich komplett ausgetauscht wird.
Wie funktioniert die Haut?
Die Stiftung Gesundheitswissen erklärt in einem Film (Dauer 1,5 Minuten), wie die Haut aufgebaut ist, welche Funktionen die verschiedenen Hautschichten haben und was sie für uns Menschen leistet.
Die Haut ist für uns Menschen sehr wichtig, daher müssen wir ihr bei der Arbeit so viel Schutz wie möglich geben, um oberflächliche oder tiefgehende Verletzungen zu vermeiden.
Im kirchlichen Bereich gibt es zahlreiche Tätigkeiten, die für die Haut eine Gefährdung darstellen können:
- Arbeiten mit Reinigungsmitteln oder Chemikalien
- Arbeiten mit Maschinen und Geräten
- Arbeiten im Freien (Sonnenbrand und Hautalterung durch UV-Belastung)
- Arbeiten mit häufigem Wasserkontakt oder heißen Dämpfen
- Arbeiten in der Grünpflege mit Kontakt zu Pflanzen oder zu Erde
- Arbeiten in der Gesundheits- und Wohlfahrtspflege mit Kontakt zu Körperausscheidungen oder Infektionserregern
- …
Die Haut ist unterschiedlichen Belastungen bei der Arbeit ausgesetzt. Die Haut der Hände steht dabei besonders im Fokus, weil bei den oben genannten Tätigkeiten mit den Händen gearbeitet wird. Bei der Gefährdungsbeurteilung sollte daher der Hautschutz der Hände auf jeden Fall mit berücksichtigt werden.
Neben der Substitution von gefährlichen Stoffen (Reinigungsmittel, Chemikalien) oder Schutzeinrichtungen an Maschinen und Geräten, zählt das Tragen von Schutzhandschuhen als eine wirkungsvolle Schutzmaßnahme vor Hautverletzungen oder Hautreizungen.
Die EFAS-Infomap „Raue Hände“ gibt Tipps, was bei der Auswahl des richtigen Schutzhandschuhs und beim Tragen zu beachten ist.
Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) bietet auf Ihrer Themenseite „Gesunde Haut“ viele weiterführende Informationen, u. a. Hautschutzpläne für verschiedene Berufsgruppen und eine Online-Kursreihe „Hautgesundheit im Beruf“.
Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) bietet auf Ihren Interseiten zum „Körperschutz“ u. a. Informationen zum Haut- und Handschutz an. Ein Online-Vortrag informiert zum Hautschutz in den grünen Berufen.
Arbeitsmedizinische Vorsorge
Bei Tätigkeiten mit Handschuhen in Kombination mit wässrigen Lösungen oder im Wechsel mit häufigem Händewaschen hat der Arbeitgebende den Mitarbeitenden eine arbeitsmedizinische Vorsorge zur Feuchtarbeit anzubieten. Weitere Informationen dazu sind im Kompass zur Arbeitsmedizin zu finden.