Jahresbericht 2024
Unfallgeschehen in den Landeskirchen
Auch im Jahr 2024 hat die EFAS das Unfallgeschehen in den Landeskirchen systematisch ausgewertet, um Unfallschwerpunkte sichtbar zu machen und daraus gezielte Präventionsmaßnahmen abzuleiten. Grundlage der Analyse bilden die in den Landeskirchen gemeldeten Unfälle, die in einer EFAS-Vorlage erfasst werden. Für das Jahr 2024 konnten Daten aus acht Landeskirchen berücksichtigt werden.
Unfallstatistik und Schwerpunkte
Insgesamt wurden 775 Unfälle ausgewertet. Mehr als die Hälfte (54 %) entfiel auf den Bereich Erziehung, gefolgt von 12 % im Verwaltungsbereich. Am häufigsten kam es zu Stolper-, Rutsch- und Umknick-Unfällen. Sie machten rund ein Drittel aller Fälle aus. An zweiter Stelle lagen Wegeunfälle sowie Unfälle durch Anstoßen oder Getroffenwerden.
Bei den Unfällen wurden am häufigsten die Füße verletzt, gefolgt von multiplen Verletzungen, bei denen mehrere Körperteile gleichzeitig in Mitleidenschaft gezogen wurden. Auf Platz drei liegen Kopfverletzungen. Mehrheitlich handelte es sich um leichte Verletzungen. Es wurden aber auch zwei tödliche Ereignisse registriert: Einer infolge innerer Ursachen, ein weiterer nach Sturz von einer Leiter.
Unter den erfassten Unfällen befanden sich 180 Wegeunfälle. Auffällig ist, dass die meisten Betroffenen mit dem Fahrrad unterwegs waren. Ein Hinweis darauf, dass im Bereich Mobilität weiterhin Sensibilisierung und Prävention notwendig sind.
Herausforderungen bei der Erfassung
Im Zuge der Auswertung zeigten sich erneut Grenzen der bisherigen Excel-Vorlage zur Dokumentation von Unfallmeldungen. Unterschiedliche Auslegungen führten zu uneinheitlichen Angaben, manche wichtigen Informationen konnten gar nicht oder nur ungenau erfasst werden. Um diese Probleme zukünftig zu reduzieren, wurde die Vorlage 2024 gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe aus Koordinatorinnen und Koordinatoren grundlegend überarbeitet. Zu den Neuerungen zählen:
- klare Kriterien zur Einordnung der Verletzungsschwere,
- Möglichkeit zur Erfassung von Unfällen von Pfarrpersonen,
- verbesserte Dokumentation von Unfällen Ehrenamtlicher,
- erweitere Erfassungs- und Auswert-Optionen.
Die neue Vorlage wird ab 2025 in allen Landeskirchen eingesetzt. Sie schafft die Basis für eine einheitliche und vergleichbare Dokumentation des Unfallgeschehens.